Social Link: AB4Social Link: AB4

AB4: Erprobung des neuen Kommunikationsparadigmas

Ziel des vierten Arbeitsbereiches innerhalb des LOEWE-Schwerpunkts Social Link ist die Erprobung des neu entwickelten Kommunikationsparadigmas im Hinblick auf verschiedenste technische, rechtliche und psychologische Aspekte. Im AB4 stehen Aspekte der Benutzerfreundlichkeit, Akzeptanz, Sicherheit, Rechtsverträglichkeit und Problemlösung (Verbesserung der Befindlichkeit und der Arbeitsleistung) im Fokus. Entsprechend erfolgt die Evaluation durch Studien, welche die Nutzer der IKT einbeziehen und das Kommunikationsparadigma in seiner Anwendung erproben. Um dabei die verschiedenen Untersuchungsperspektiven zu berücksichtigen, ist der Einsatz verschiedener Evaluationsmethoden erforderlich. Konkret kommen Simulationsstudie und Befragungen zum Einsatz. 

In Feedbackschleifen werden die im AB4 gewonnenen Erkenntnisse an AB3 zurückgespiegelt, wo diese Erkenntnisse ggf. in eine Optimierung der neuen Kommunikationstechnologie münden. Des Weiteren ergeben sich aus den Aktivitäten des AB4 zusätzliche Anforderungen an das neue Kommunikationsparadigma, die entsprechend in AB2 einfließen. AB4 ist in drei Teilprojekte gegliedert, deren Ziele und eingesetzte Methoden im Folgenden skizziert werden.

TP4.1: Evaluierung des neuen Kommunikationsparadigmas anhand technischer Merkmale

In TP4.1 werden die Demonstratoren in Bezug auf ihre Funktionsweise, technischen Metriken, wie Stromverbrauch oder Zuverlässigkeit der Echtzeiterkennung sowie Einhalten der sicherheitsrelevanten Anforderungen überprüft. Ziel ist es, die geplante und notwendige Funktionsweise der Demonstratoren sicherzustellen sowie gegebenenfalls vorhandene Schwächen zu erkennen und zu beheben.

TP4.2: Evaluierung psychologischer, rechtlicher und technischer Aspekte des neuen Kommunikationsparadigmas im Rahmen einer Simulationsstudie

Das Ziel von TP 4.2 ist es, das neue Kommunikationsparadigma insbesondere hinsichtlich seiner technischen Unterstützung sowie in Bezug auf psychologische und rechtliche Aspekte zu evaluieren. Kriterien für die Evaluierung der technischen Unterstützung sind die Motivation, die technischen Angebote zu nutzen, das Nutzerverhalten, die Sicherheit der genutzten Verfahren und ihre Rechtsverträglichkeit. Schließlich soll auch untersucht werden, ob sich die angebotenen technischen Funktionen für eine Verbesserung der Work-Life-Balance nutzen lassen. Hinsichtlich der psychologischen  Aspekte  wird  untersucht,  inwieweit  das  neue  Kommunikationsparadigma  bei potenziellen Nutzern Akzeptanz findet, inwiefern es die Unterstützung der Selbstkontrolle ermöglicht und ob oder unter welchen Bedingungen Nutzer bereit sind, die neue Technologie zu nutzen. Hinsichtlich  der  Rechtsverträglichkeit  wird  untersucht,  inwieweit  sich  die  Verwirklichungsbedingungen der in AB 1 untersuchten Grundrechte durch die neuen technischen Funktionen verbessern oder verschlechtern. Hinsichtlich der IT-Sicherheit wird überprüft, ob Eingriffe in echten Nutzungssituationen erfolgreich sind und welche Schadensverläufe sie verursachen können.

Als disziplinübergreifende Methode wird die Methode der Simulationsstudie eingesetzt. In ihr werden Wissensarbeiter, und damit künftige Anwender der zu gestaltenden Technik, als „sachverständige Testpersonen“ beobachtet, wie sie während eines beschränkten Zeitraums von drei Tagen selbständig mit den in AB 3 entwickelten Demonstratoren unter möglichst realitätsnahen Bedingungen intensiv umgehen.

TP4.3: Evaluation des neuen Kommunikationsparadigmas im Rahmen einer Befragung

Gegenstand von TP4.3 sind die Auswirkungen, die die Anwendung des neuen Kommunikationsparadigmas auf die Work-Life-Balance und die Leistung von Wissensarbeitern hat. TP4.3 verfolgt somit zwei Ziele: Zum einen wird überprüft, inwieweit die Nutzung der Demonstratoren zu einer signifikanten Verbesserung der Balance zwischen Arbeit und Privatleben bei der Zielgruppe beiträgt. Zum anderen wird untersucht, in welchem Umfang die Nutzung des Social Link-Technik die Effektivität und Effizienz beeinflusst.

Diese Erkenntnisse werden durch eine großzahlige, bundesweite Befragung gewonnen, die als t1-Messung in die in AB1 angestoßene Längsschnittstudie eingeht. Zielgruppe dieser Erhebung sind folglich jene Probanden, die bereits an der ersten Befragung im Rahmen von TP1.1 (t0-Messung) teilgenommen haben. Sie werden mit Demonstratoren ausgestattet, diese über einen Zeitraum von zwei Wochen in ihrem Arbeitsalltag einsetzen und anschließend zu ihrem Kommunikationsverhalten, ihrer Befindlichkeit, ihrem Arbeitsverhalten und ihren Arbeitsergebnissen befragt werden. Aus diesen Daten werden zum einen Rückschlüsse auf die Veränderungen des Kommunikationsverhaltens von Wissensarbeitern während der Projektlaufzeit gezogen.

 

Prof. Dr. Ruth Stock-Homburg

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