Social Link: AB3Social Link: AB3

AB3: Technische Ermöglichung und Unterstützung des neuen Kommunikationsparadigmas

TP3.1: Echtzeit-Benutzerkontexte

Damit der Realisierung eines neuen Kommunikationsparadigmas Rechnung getragen werden kann, werden Echtzeit-Kontextinformationen benötigt. Echtzeit-Kontexte sind abgeleitete Nutzerkontexte mit einem hohen Maß an Aktualität. Diese können nicht direkt gemessen werden, wie z.B. die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit, sondern müssen aus vorhandenen, aktuellen Informationen abgeleitet werden.

In TP3.1 werden benötigte theoretische Grundlagen erforscht und Algorithmen zur Erkennung und Vorhersage von Echtzeit-Kontexten konzipiert sowie bestehende Ansätze weiterentwickelt. Die erforschten Algorithmen fließen in die Entwicklung der Demonstratoren in TP3.4 ein. Für die Entwicklung der Algorithmen spielen Benutzerkontexte (Aktivität, Aufenthaltsort) in Social Link eine zentrale Rolle. Benutzerkontexte werden verwendet, um den Sender und den Empfänger implizit d.h. ohne sein eigenes Zutun zu entlasten. Dies kann erreicht werden, indem Sender und Empfänger basierend auf ihrem aktuellen Kontext ausschließlich relevante Informationen zeitabhängig zur Verfügung gestellt werden.

TP3.2: Kommunikationsmechanismen

In TP3.2 werden die zugrundeliegenden Kommunikationsmechanismen zur Vernetzung von Sensoren mit mobilen Endgeräten innerhalb von Overlays erforscht. Die potentiellen Mechanismen umfassen dabei zentrale, dezentrale sowie hybride Ansätze und werden im Rahmen dieses TPs hinsichtlich wichtiger Metriken wie Stromverbrauch und juristischen Implikationen (z.B. Privatsphäre des Nutzers) erforscht. Entsprechend der resultierenden Kommunikation wird ein geeignetes Matching-Verfahren entwickelt, das der Zusammenführung der unter TP3.1 identifizierten Sensoren und Echtzeit-Kontexte dient. Das entworfene Overlay muss dabei den unter TP2.1 definierten juristischen Anforderungen genügen und in Kooperation mit TP3.3 einen sicheren Datenaustausch garantieren.

TP3.3: Sicherheitsmechanismen

In TP3.3 werden die Sicherheitsmechanismen zum Schutz von personenbezogenen Daten für die in  TP3.2  entwickelte  Kommunikationsinfrastruktur  erforscht. Es werden schutzziele, ausgehend von den allgemeinen Systemanforderungen  und  den  rechtlichen  Vorgaben  identifiziert  (Bedrohungsanalyse), sowie  ein  spezifisches Angreifermodell unter Berücksichtigung der identifizierten Schutzziele entwickelt. Der Angreifer ist dabei der Gegenspieler der rechtlichen Grundlagen und verfolgt dabei das Ziel, gegen die rechtlichen Vorgaben zu verstoßen. Schutz vor Kontext-Daten-Klau, Schutz vor verfälschen der Benutzer-Kontext-Daten sowie erarbeiten geeigneter Sicherheitsmechanismen unter berücksichtigung der Kommunikationmechanismen und derer Anforderungen sind einige Fragen welche erforscht werden.

TP3.4: Demonstratoren Entwicklung

In TP3.4 findet die Implementierung einiger, besonders wichtiger Konzepte des neuen Kommunikationsparadigmas in Form mehrerer Demonstratoren statt. Die Grundlage für diese Arbeit bildet die Demonstratoren-Spezifikation aus TP2.2. Anhand der hier entwickelten Demonstratoren werden die Methoden und Techniken des Social Link-Kommunikationsparadigmas in AB4 erprobt und evaluiert.

In TP 3.4 werden konzeptionelle Lösungsansätze aus dem AB2 mit den technischen Ergebnissen der Teilprojekte TP3.(1-3) zu den für den Wissensarbeiter benutzbaren Softwarelösungen integriert. Diese sollen exemplarisch zur Verbesserung seiner Work-Life-Balance führen. Dabei spielen beispielsweise die Konzepte, wie die implizite Kommunikation oder die selektive Kommunikationsbereitschaft, eine besonders wichtige Rolle.

 

Prof. Dr. Klaus David

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