Social Link: AB2Social Link: AB2

AB2: Anforderungen an ein neues Kommunikationsparadigma und dessen Konzeption

In diesen Arbeitsbereich werden, in interdisziplinärer Kooperation, nicht-technische Anforderungen an das neue Kommunikationsparadigma erarbeitet und gemeinsam mit der Informatik zu technischen Gestaltungsvorschlägen konkretisiert, die zusammen mit den in AB1 erarbeiteten technischen Rahmenbedingungen in eine umsetzbare Konzeption von Social Link integriert werden. Diese Arbeiten setzen eine Methode der interdisziplinären Zusammenarbeit voraus, die in diesem AB zusammen mit den inhaltlichen Arbeiten auf der Grundlage bereits erfolgter Vorarbeiten spezifisch erarbeitet wird.

TP2.1: Anforderungen an ein neues Kommunikationsparadigma

In TP2.1 werden die nicht-technischen Anforderungen an das neue Kommunikationsparadigma erarbeitet, zusammengestellt, vereinheitlicht und konkretisiert. Sie dienen als Grundlage, um in TP2.2 zusammen mit der Informatik eine Konzeption für die technische Umsetzung von Social Link zu erarbeiten. Die Bearbeitung des TP baut auf der Analyse der Ursachen und Auswirkungen sowie auf der Chancen- und Risikoanalyse des AB 1 auf. 

Um zu gemeinsamen und einheitlichen, nicht-technischen Anforderungen aus den Disziplinen der Psychologie, der Betriebswirtschaft und der Rechtswissenschaft und ihren Konkretisierungen zu technischen Gestaltungsvorschlägen zu gelangen, ist die Entwicklung einer interdisziplinären Methode erforderlich, welche die disziplinspezifischen Einzelmethoden zusammenführt. Zu deisen Zwecken wird die Methode zur Konkretisierung rechtlicher Anforderungen zu technischen Gestaltungsvorschlägen für Informations- und Kommunikationssysteme (KORA) eingesetzt und weiterentwickelt.

TP2.2: Konzeptionelle Entwicklung eines neuen Kommunikationsparadigmas

Basierend auf den in TP2.1 erstellten Anforderungen werden in diesem Teilprojekt das neue Kommunikationsparadigma und Ansätze seiner technischen Umsetzung konzipiert und textuell beschrieben. Das Konzept beruht auf der Möglichkeit der impliziten Kommunikation, welche die benötigte Aufmerksamkeit beim Sender und Empfänger der Information signifikant reduziert. Insbesondere erfolgt das Senden von Information (z.B. Benutzeraktivität, Aufenthaltsort) ohne jegliche Inanspruchnahme der Aufmerksamkeit des Senders. Die hier zu entwickelnden Konzepte und Lösungsvorschläge zur technischen Umsetzung impliziter Kommunikation dienen als Grundlage für die technische Ermöglichung des neuen Kommunikationsparadigma in AB3. Methodisch werden in diesem TP der dritte und vierte Schritt der für Social Link angepassten Methode KORA umgesetzt, indem in der Sprache der Technik Gestaltungsziele und Gestaltungsvorschläge für das neue Kommunikationsparadigma bestimmt werden.

TP2.3: Nicht-technische Beeinflussung einer neuen Kommunikationskultur

Da der technische Ansatz impliziter Kommunikation eine große Unterstützung für das neue Kommunikationsparadigma sein wird, aber nicht alle Probleme einer ausgeglichenen Work-Life-Balance lösen kann, werden in diesem TP die Aspekte untersucht, die sich ergänzend in der Kommunikationskultur ändern müssen, um das neue Kommunikationsparadigma Wirklichkeit werden zu lassen. Daher wird in diesem TP das Kommunikationsparadigma der kulturell unterstützten impliziten Kommunikation untersucht.

Aus psychologischer und betriebswirtschaftlicher Perspektive wird untersucht, wie die Kommunikations- und Führungskultur in Unternehmen die Motivation von Wissensarbeitern zur Technologienutzung beeinflusst und bestimmte negative, bzw. positive Effekte eines solchen Verhaltens abfedert oder verstärkt. Die in AB1 gewonnenen Daten bilden hierbei den Ausgangspunkt. Es werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die Unternehmen und Beschäftigten helfen sollen, gezielt durch Maßnahmen im Bereich der Personalführung und der Personalmanagement-Systeme oder Regeln im persönlichen Umgang miteinander eine im Sinne des neuen Kommunikationsparadigmas förderliche Unternehmenskultur zu entwickeln.

Aus Sicht der Rechtswissenschaft wird untersucht, welche Auslegung oder Änderung bestehender Rechtsregeln das Erreichen des neuen Kommunikationsparadigmas unterstützen könnte. Es werden entsprechende Empfehlungen und Vorschläge für neue Rechtsregeln erarbeitet.

 

Prof. dr. Alexander Roßnagel

Nora-Platiel-Straße 5
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